Unser geburtshilfliches Leistungsangebot

Unsere Praxis bietet ein breites Spektrum an Leistungen an, aus welchen ich untenstehend einige besonders hervorheben möchte.

 

Schwangerschaftsbetreuung
In unserer Praxis erhalten Sie eine umfassende und kompetente Schwangerschaftsbetreuung. Wir halten uns an die im KVG vorgegebenen 7 Kontrollen sowie 2-3 Ultraschalluntersuchungen.

Bei der ersten Kontrolle wenden wir normalerweise etwas mehr Zeit auf, um uns näher kennenlernen und etwas über Ihren Gesundheitszustand und durchgemachte Krankheiten erfahren. Daraus lassen sich wichtige Rückschlüsse auf eventuell eintretende Probleme während der Schwangerschaft und der Geburt ziehen. Ich führe auch eine Ultraschall-Untersuchung durch, um die Schwangerschaft zu bestätigen und den Termin festzulegen. Bei Bedarf führe ich einen Krebsabstrich und Abstriche zur Untersuchung auf Bakterien durch. Sie erhalten über das Ergebnis Bescheid, falls es nicht normal ausfällt. Im Blut werden die Blutgruppe, der Rhesusfaktor, der Blutgehalt (Hb) sowie Merkmale eventuell durchgemachter Infektionen bestimmt, die in der Schwangerschaft wichtig sind. Ein HIV-Test gehört ebenfalls zu den Routinekontrollen zu Beginn der Schwangerschaft.

Die folgenden Konsultationen sind in der Regel weniger zeitaufwendig. Wir kontrollieren jeweils die Grösse der Gebärmutter, Ihr Gewicht, den Blutdruck, den Urin und die kindlichen Herztöne. Daneben sind von Zeit zu Zeit Blutentnahmen und Ultraschallkontrollen notwendig. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft werden zusätzlich eine Scheidenuntersuchung zum Ausschluss einer Infektion, eine Längenmessung des Gebärmutterhalses, eine Doppler-Untersuchung der Gebärmutterdurchblutung sowie ein Zuckerbelastungstest zur Aufdeckung eines allfälligen Schwangerschaftsdiabetes durchgeführt. Bei der letzten Kontrolle vor dem Termin entnehme ich einen Abstrich aus dem Anus zum Ausschluss von Streptokokken der Gruppe B.

Von der Krankenkasse werden gemäss KVG nur 2 Routine-Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft übernommen, welche ich etwa bei 12 und bei 20 Schwangerschaftswochen durchführe. Bei bestimmten Problemen oder Fragestellungen können selbstverständlich zusätzliche Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, welche auch von der Krankenkasse übernommen werden. Je nach abgeschlossener Versicherung übernimmt die Krankenkasse auch mehr Ultraschalluntersuchungen, erkundigen Sie sich vor der Schwangerschaft bzw. passen Sie Ihre Versicherung entsprechend an. Insbesondere bei 32 Schwangerschaftswochen empfehlen wir einen weiteren Ultraschall. Sollten Sie es wünschen, können auch bei komplikationslosem Schwangerschaftsverlauf häufigere Ultraschall-Untersuchungen gemacht werden, wobei Sie diese zusätzlichen Untersuchungen selbst zu bezahlen haben.

Als Facharzt bin ich in der Lage, auch eine umfassende Betreuung in schwierigeren Situationen wie bei Zwillingen, Diabetes, Wachstumsrückstand oder Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) durchzuführen, wobei ich in diesen Fällen eng mit der Frauenklinik des Kantonsspitals St. Gallen zusammen arbeite. Zudem kann ich bei Bedarf eine Spitalbetreuung zusammen mit dem kompetenten Schwesternteam im Kantonalen Spital Heiden anbieten.

NB: Wenn Sie die Schwangerschaftsbetreuung in meiner Praxis durchführen lassen begrüsse ich es selbstverständlich, wenn Sie auch im Kantonalen Spital Heiden gebären.

 

Pränatale Diagnostik
Im Wesentlichen geht es bei der pränatalen Diagnostik darum, Kinder mit Chromosomenstörungen (v.a. Trisomie 21 oder Down-Syndrom) zu erfassen. Dies ist die häufigste Chromosomenstörung, deren Häufigkeit nimmt mit dem Alter der Mutter zu.

Der beste Test, welcher heute zur Verfügung steht, ist der 1. Trimester-Test, welcher verschiedene Elemente kombiniert. Mit Ultraschall sucht man bei etwa 12 Schwangerschaftswochen nach einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung im kindlichen Nacken (sog. "Nackentransparenz"), zusätzlich werden im Blut der Mutter die Werte von PAPP-A und freiem beta-HCG bestimmt. Zusammen mit dem mütterlichen Alter kann so das Risiko einer kindlichen Chromosomenstörung berechnet werden. Ab einem bestimmten Risiko (1:300) wird empfohlen, eine Chorionzottenbiopsie zur definitiven Diagnostik durchzuführen. Der 1. Trimester-Test wird zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt und erfasst beinahe 90% aller Kinder mit Trisomie 21 (bei einer Rate falsch positiver Befunde von 5%), diese Rate kann zusätzlich gesteigert werden, wenn der Nachweis des Nasenbeines in die Risikoberechnung einbezogen wird. Diese Erfolgsquote kann allerdings nur erreicht werden, wenn die Ultraschallmessung der Nackentransparenz zuverlässig erfolgt und das Schwangerschaftsalter genau bekannt ist. Ich gehöre zu den Ärzten in der Schweiz, welche das Zertifikat der englischen "Fetal medicine foundation" für die korrekte Messung dieser Nackentransparenz besitzen und Ihnen damit ein Testresultat bieten kann, auf welches Sie sich verlassen können. Zudem kann ich Ihnen unmittelbar im Anschluss an die Untersuchung in der Praxis ein provisorisches Resultat aufgrund der Nackentransparenzmessung und Ihres Alters geben.

Der AFPplus-Test, welcher sowohl das Risiko von Chromosomenstörungen wie dasjenige eines offenen Rückens ("spina bifida") abschätzt, ist einerseits durch den besseren und früher einsetzbaren 1. Trimester-Test, andererseits durch den Ultraschall, welcher heute bevorzugt zur Abklärung eines offenen Rückens eingesetzt wird, verdrängt worden. Der AFPplus-Test wird noch verwendet, wenn im späteren Schwangerschaftsverlauf (zwischen der 15. und 20. SSW) eine Risikoabschätzung gewünscht wird. Sie beinhaltet die Bestimmung von 3 Substanzen (Alpha-FetoProtein (AFP) und die Hormone Östriol und HCG) im mütterlichen Blut. Die Substanzen können einen Hinweis auf eine Schädigung des Kindes geben: Das AFP ist ein Eiweissstoff, der vom Kind gebildet wird. Ist es erhöht, kann das ein Hinweis auf eine Fehlbildung im Bereich des Kopfes, der Nieren, der Wirbelsäule ("offener Rücken") oder der Bauchwand sein. Der Test zeigt aber lediglich ein Risiko an, ist also keinesfalls beweisend. Zum sicheren Nachweis, ob Ihr Kind gesund oder tatsächlich mongoloid ist, kann bei erhöhtem Risiko eine zytogenetische Abklärung mittels Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasserpunktion durchgeführt werden.

Aber keine Angst! Die meisten Frauen über 35 Jahre gebären völlig gesunde Kinder. Sollten wir bei Ihnen einen auffälligen AFPplus-Test oder 1. Trimester-Test feststellen, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass ihr Kind krank ist. Bedenken Sie auch, dass diese Tests nur Störungen der Chromosomenzahl - insbesondere die Trisomie 21 - erfassen. Nicht erfasst mit diesen Tests werden chromosomal vererbbare Krankheiten und anderweitig bedingte Entwicklungsstörungen des Kindes (zB. ein Herzfehler).

Eine Chromosomenuntersuchung wird immer dann von der Kasse bezahlt, wenn das Risiko einer entsprechenden Störung erhöht ist. Dies ist insbesondere der Fall

Wenn keine Risikofaktoren oder Hinweiszeichen vorliegen, geht eine auf ihren Wunsch durchgeführte Chromosomenanalyse zu ihren Lasten.

Mit der Chorionzottenbiopsie können kleine Gewebsteile aus der Plazenta gewonnen und die Chromosomen analysiert werden. Die Chorionbiopsie ist ab der 11. Schwangerschaftswoche möglich und wird wie die Fruchtwasserpunktion durch die mütterliche Bauchdecke durchgeführt. Das Risiko einer punktionsbedingten Fehlgeburt beträgt 0.5-1%. Diese Untersuchung lasse ich in der Frauenklinik des Kantonsspitals St. Gallen durchführen.

Sollten Sie eine weitergehende pränatale Diagnostik wünschen, bitte ich Sie, mich frühzeitig darauf anzusprechen, damit wir diese veranlassen können. Die einzige Untersuchung, welche ich bei allen Schwangeren ohne besondere Rücksprache mache, ist der Ultraschall bei 12 Schwangerschaftswochen, bei dem ich gezielt nach einer vermehrten Flüssigkeitseinlagerung im Nacken des Kindes fahnde. Bei entsprechenden Hinweiszeichen werde ich Ihnen dann weitere Abklärungen empfehlen. Andernfalls liegt es bei Ihnen, den Wunsch nach einem 1. Trimester-Test oder einem AFPplus-Test zu äussern. Nachdem jedes Paar seine eigenen persönlichen und ethischen Vorstellungen hat und selbst entscheidet, ob es ein Kind mit Trisomie 21 annehmen könnte oder nicht, will ich Sie in keiner Richtung beeinflussen, aber in jede Richtung begleiten.

 

Weiteres
Selbstverständlich ist dies nur ein Ausschnitt aus unserem Angebot. Falls Sie Fragen haben fragen Sie bitte nach.