Hier finden Sie meine Praxiseröffnungsanzeige von Ende 2001 sowie die verschiedenen Presse-Artikel anlässlich meiner Wahl zum Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Kantonalen Spital Altstätten.

 

 

Peter Böhi ist neuer Chefarzt am Spital Altstätten

Tagblatt vom 15.5.2001, Oberrheintal

Die St. Galler Regierung hat Dr. med. Peter Böhi, Rorschacherberg, zum neuen vollamtlichen Chefarzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung des Kantonalen Spitals Altstätten gewählt. Böhi wird ab 1. September in Altstätten wirken.

ALTSTÄTTEN. Der 40-jährige Peter Böhi, Facharzt FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe, löst den altershalber zurücktretenden nebenamtlichen Chefarzt Stefan Liner ab. Der vom Regierungsrat auf Antrag der Spitalkommission gewählte Peter Böhi ist seit Juli 1999 stellvertretender Chefarzt in Rorschach. Seit über einem Jahr hat er am Spital Altstätten Wochenenddienste geleistet.

Neue Horizonte für Abteilung

Der neue Chefarzt will die gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung erfolgreich in das neue Jahrtausend führen. Durch seine bisherige Ausbildung am Kantonsspital St. Gallen, an den Spitälern Wattwil, Flawil und Rorschach sowie zwei USA-Aufenthalte als Gastarzt wird Böhi sämtliche modernen Methoden des Fachs anbieten können. In der Gynäkologie will er neue, minimal-invasive Techniken einführen. Das Angebot soll das breite Spektrum der gynäkologischen Operationen bis hin zur Tumorchirurgie umfassen. Im Bereich Geburtshilfe sollen alle zeitgemässen Geburtsmöglichkeiten wie Wassergeburt, Geburt auf dem Gebärhocker sowie auf dem verstellbaren Gebärbett auf dem Programm stehen. Böhi bekennt sich zur Reduktion der ärztlichen Interventionen auf ein Minimum, zu schonenden Entbindungs- und Kaiserschnitt-Techniken sowie dem Einsatz paramedizinischer Methoden wie Homöopathie und Duftessenzen. Schliesslich wird die geburtshilfliche Abteilung im Rahmen der Homepage des Spitals Altstätten einen eigenständigen Internet-Auftritt bekommen. Nebst der Vorstellung der Geburtshilfe sollen darauf die Bilder der Neugeborenen gezeigt werden. Des neuen Chefarztes Ziel ist, durch die Modernisierungen zu erreichen, dass die Schwangeren zur Geburt nicht mehr in umliegende Spitäler ausweichen. Ganz im Sinne der Spitalleitung, die sich bei einem Einzugsgebiet von über 35 000 Einwohnern eine deutliche Zunahme der Geburtenzahl erhofft. Die Leitungen der Spitäler Grabs und Walenstadt, mit denen zusammen das Spital Altstätten die künftige Spitalversorgungsregion 2 bildet, haben sich klar für den Weiterbestand der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung in Altstätten ausgesprochen. Die Altstätter Spitalleitung äussert sich in einer Stellungnahme sehr erfreut über die Wahl Dr. Böhis. Sie betont, von einer Aufhebung dieser Abteilung oder der Integration in eine andere sei nie die Rede gewesen. Und von Anfang an habe festgestanden, dass der neue Chefarzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung im Vollamt tätig sein soll.

Mit eigener Praxis

Voraussichtlich im Oktober oder November wird Dr. med. Peter Böhi in Altstätten zudem eine eigene Praxis eröffnen. Bereits ab dem 1. September wird er am Spital in reduziertem Rahmen Sprechstunden führen. pd

Tagblatt-Online Archiv © by St. Galler Tagblatt AG

 

 

Stefan Liner verabschiedet

Tagblatt vom 4.9.2001, Oberrheintal

Nach 28 Jahren am Spital Altstätten tritt Stefan Liner in den Ruhestand

Der langjährige Chefarzt des Spitals Altstätten, Stefan Liner, übergab gestern Abend offiziell das Zepter an seinen Nachfolger Peter Böhi.

Marion Loher

altstätten. Die Cafeteria im Altstätter Spital schien gestern Abend aus allen Nähten zu platzen. Neben dem gesamten Spitalpersonal sowie ehemaligen Kolleginnen und Kollegen war auch Anton Grüninger, Regierungsrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements, gekommen, um sich offiziell vom altershalber zurücktretenden Chefarzt Stefan Liner zu verabschieden. Verwaltungsrat Albert Rist hielt in seiner Rede fest, dass der Pensionär in seinen 28 Jahren am Spital nicht immer Rückenwind hatte, sondern auch mit Gegenwind zu kämpfen hatte. Symbolisch und mit den Worten «jetzt kann er den Wind selber bestimmen», übergab er Liner als Geschenk ein Velo.

10 000 Kinder betreut

Auch Anton Grüninger hielt am Beispiel des Windes fest: «Hat man ein Ziel vor Augen, kommt es nicht drauf an, wie der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt.» Er dankte dem zurzeit dienstältesten Chefarzt im Kanton St. Gallen für seine wertvolle Arbeit und erinnerte daran, dass Liner in seiner Dienstzeit etwa 10 000 Kindern geholfen hat, auf die Welt zu kommen. Liner selber zeigte sich hoch erfreut über den grossen Aufmarsch der «Spitalfamilie».

Neuer Chefarzt

Seit dem 1. September ist Peter Böhi als neuer Chefarzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung im Amt. Auch er richtete ein paar Worte an die Anwesenden und bedankte sich vor allem für den herzlichen Empfang, der ihm geboten wurde.

Tagblatt-Online Archiv © by St. Galler Tagblatt AG

 

Neuerungen und ein Wechsel in der Geburtshilfeabteilung des Spitals Rorschach

Tagblatt vom 15.5.2001, Rorschach

Verlust und Ehre zugleich für das Spital Rorschach: Es muss Peter Böhi als Chefarzt-Stellvertreter seiner aufstrebenden und vor weiteren Neuerungen stehenden Abteilung Geburtshilfe-Gynäkologie ersetzen, weil er als Chefarzt nach Altstätten gewählt wurde.

Fritz Bichsel

«Mit einem weinenden und einem lachenden Auge» orientierten sie gestern über den Wechsel vom Kantonalen Spital Rorschach ins Kantonale Spital Altstätten: Dr. Maurus Pfister als Vorsitzender der Spitalleitung und Dr. Othmar Hutter als Chefarzt der Abteilung Geburtshilfe-Gynäkologie bedauern, «dass ein guter Arzt weggeht», freuen sich jedoch «über die Auszeichnung für das Spital Rorschach mit der Wahl von Dr. Böhi als Chefarzt der Geburtsabteilung in Altstätten». Othmar Hutter verweist darauf, dass in jüngerer Zeit bereits zwei andere Chefarzt-Stellvertreter vom Spital Rorschach als Chefärzte berufen wurden. Peter Böhi selbst hat sich entschlossen, seine Aufgabe «samt der sehr guten Praxis» nach knapp drei Jahren aufzugeben, um eine neue Herausforderung anzunehmen.

Fliessender Übergang

Die Kantonsregierung hat Dr. Böhi auf den 1. September ans Spital Altstätten gewählt. Er wird jedoch dem Spital Rorschach bis Ende Jahr oder bis zum Arbeitsbeginn seiner Nachfolgerin oder seines Nachfolgers noch teilweise zur Verfügung stehen. Die Teilzeitstelle des Chefarzt-Stellvertreters in Rorschach wird zur Neubesetzung ausgeschrieben. Die Spitalleitung hofft, dass sie wie seit langer Zeit besetzt werden kann mit einer Ärztin oder einem Arzt, die oder der als Haupttätigkeit die jetzt von Dr. Böhi geführte Praxis übernimmt und ergänzend im Spital wirkt. Dieses «Rorschacher Modell» habe sich bewährt und sei mit ein Grund, dass Gynäkologen aus Rorschach so begehrt seien.

Wieder mehr Geburten

Die Geburtsabteilung des Spitals Rorschach erhält in Befragungen sehr gute Noten für die Geburtshilfe, die medizinische Betreuung, die Pflege und das Essen. Beim Zimmerkomfort waren und sind hingegen Wünsche offen. Einige konnten erfüllt werden mit der Renovation der Zimmer und ihrer Ausstattung mit modernen Medien. Weitere Investitionen sind nach Auskunft von Spitalleiter Dr. Pfister geplant im neuen Spitalverbund der Versorgungsregion St. Gallen-Rorschach (siehe Kasten). Die Grundlage dafür bildet die positive Entwicklung der Abteilung. Beim allgemeinen Geburtenrückgang der vergangenen Jahre war die Zahl der Geburten im Spital Rorschach etwas überdurchschnittlich gesunken auf 360 im vorletzten Jahr. Seither steigt sie wieder. Im vergangenen Jahr kamen hier 380 Kinder zur Welt, im laufenden Jahr rechnet Chefarzt Dr. Hutter mit einem Wiederanstieg auf 400.

Tagblatt-Online Archiv © by St. Galler Tagblatt AG